Über Alpakas

Alpakas

Alpakas gehören zur Familie der Kameliden und sind Pflanzenfresser, was bedeutet, dass sie sich hauptsächlich von Gras ernähren. Um die Verdauung ihrer Nahrung zu unterstützen, haben sie einen Magen, der in drei Teile geteilt ist. Ihr Kiefer ist dem Kiefer des Kamels sehr ähnlich. Wie alle Kameliden sind Alpakas soziale Tiere, deshalb bewegen sie sich in Herden.

Klassifizierung und Merkmale

Wie alle Kamele zeichnet sich der Körper der Alpakas durch einen langen, dünnen Hals, längliche, schlanke Beine und einen kleinen Kopf aus. Aber der größte Unterschied ist, dass sie keinen Höcker besitzen. Es gibt zwei Arten von Alpakas, die sich durch das Fell unterscheiden. Das Huacaya-Alpaka, das bekannteste Alpaka, hat ein welliges Fell. Das Suri-Alpaka hingegen hat glattes Haar und sieht daher dünner aus.

Um die Beweglichkeit der Alpakas beizuhalten, wird die Wolle des Huacaya-Alpaka einmal im Jahr und beim Suri-Alpaka alle zwei Jahre geschert. Jedes Alpaka produziert zwischen drei und sechs Kilogramm Wolle, aber nur etwa die Hälfte ist verwendbar.

Die Stuten sind sehr leicht und wiegen ungefähr 65 kg, dagegen wiegen die Hengste im Schnitt 15 kg mehr und erreichen 80 kg. Beide haben eine Lebenserwartung von ungefähr 25 Jahren. Alpakas besitzen unterschiedliche Fellfarben, diese bewegen sich von Reinweiß, über Beige zu Braun- und Rotbrauntönen bis hin zu Grauabstufungen und Tiefschwarz. Alpakas bieten bis zu 23 natürliche Farbtöne.

Eigenschaften von Alpakawolle

1.- Alpakawolle hat eine weiche, seidige, glänzende Naturfaser. Im Vergleich zu Schafwolle ist sie wärmer und feiner.

2.- Die Alpakawolle ist thermoregulatorisch, das heißt im Sommer stößt sie Wärme ab und im Winter hält sie Ihre Körperwärme aufrecht.

3.- Aufgrund der Hohlfasern können keine Bakterien oder Viren in der Alpakawolle überleben, somit ist diese antibakteriell.

4.- Die Alpakawolle besitzt eine schmutzabweisende Faser.

5.- Wegen der feuchtigkeitsabweisenden Eigenschaften erzeugt die Alpakawolle keine Bakterien, somit können keine Gerüche entstehen.

6.- Zudem ist die Alpakawolle hypoallergen, das heißt, dass diese Wolle keine Allergien erzeugt.

Fortpflanzung

Da der weibliche Eisprung beim Geschlechtsverkehr auftritt, können sich Alpakas fast das ganze Jahr über fortpflanzen. Die Tragezeit beträgt ca. elf Monate. In der Regel bringt das Weibchen ein einzelnes Fohlen zur Welt, das sie sechs bis acht Monate lang stillt. Die vollständige Entwicklung des Alpakajunges endet zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr.

Geschichte

Alpakas sind Tiere, die tief in der menschlichen Geschichte des südamerikanischen Kontinents verwurzelt sind, denn ohne sie wäre eine menschliche Entwicklung nicht möglich oder viel schwieriger gewesen. Dies liegt daran, dass es in Südamerika keine domestizierten Tiere wie Kühe, Pferde, Schweine oder andere gab. Deshalb wurden die Alpakas in Südamerika als die besten Freunde der Menschen angesehen. Die Domestizierung der Alpakas setzte schon vor 6.000 oder 7.000 Jahren ein. Sie dienten als Lasttiere und wärmten die Einheimischen mit ihrer Wolle. Die verschiedenen einheimischen Völker zogen große Herden von Alpakas auf. Dies änderte sich mit der Eroberung durch das spanische Reich, da sie Schafe mitbrachten und kein Interesse an den einheimischen Alpakatieren zeigten. Das Alpaka wurde zum Nutztier der armen indigenen Bevölkerung und war fast ausgestorben. Diese Situation hielt bis zur Unabhängigkeit der südamerikanischen Staaten an, als der Wert des Alpakas wieder anerkannt wurde. Heute kommt die überwiegende Mehrheit der Alpakas in Chile, Südperu und Westbolivien sowie einige Exemplare in Nordargentinien vor.

Auch in Europa werden Alpakas gehalten. Trotz der Bemühungen, ihre Lebensqualität auf diesem Kontinent zu verbessern, passten sich die Alpakas seit Jahrtausenden an das südamerikanische Hochland an. Aus diesem Grund arbeiten wir ausschließlich mit Alpakas aus Südamerika.